Sextourismus in Thailand

Thailand ist ein Land schöner Strände, traumhafter Inseln, Korallenriffen und exotischer Tiere. Viele Touristen reisen gerade aufgrund der landschaftlichen Schönheit in dieses Land. Doch es hat auch eine dunkle Kehrseite. Während tagsüber Touristen durch die Straßen ziehen, die die Schönheit, die Kultur und die Schätze der Landschaft kennenlernen wollen, kommen abends die Prostituierten aus ihren Bordellen und locken anders gesonnene Touristen, die den Sextourismus fördern.

Ursachen und Folgen des Sextourismus in Thailand

Thailand ist zwar wunderschön, es ist aber auch sehr arm. Die Armut ist ein Grund von vielen, aus dem viele Frauen, junge Mädchen und zum Teil auch Jungen dazu gezwungen sind, ihre Körper zu verkaufen. Sobald die letzten Sonnenstrahlen verschwunden sind, kommen nackte Thai-Frauen auf die Straßen und werben für ihre jeweiligen “Chicken Farms”, wie sich die Lokale für Prostituierte gern nennen. Besonders intensiv vom Sextourismus betroffen ist Pattaya, auf dessen “Walking Street” das Schaulaufen zahlreiche Freier anlockt. Der Sextourismus hat hier dazu geführt, dass rot beleuchtete Lokale und Bordelle eröffnet wurden, wo sich arme, z. T. drogenabhängige Frauen, Mädchen und Jungen seit den 1980er Jahren anbieten. Neben der Armut sind auch die starke Drogenverbreitung und die Korruption bei der Polizei mit dafür verantwortlich, dass der Sextourismus in Thailand so weit verbreitet ist. Denn Sex sells und der Sextourismus belebt (leider) die Wirtschaft.

Das Geschäft mit dem Sextourismus

In den 1980er Jahren bekam Thailand den Ruf, ein Ziel für Pädophile zu sein, was damals noch nicht ganz der Wahrheit entsprach. Die Folge war jedoch, dass fortan tatsächlich viele Touristen nach Thailand kamen, um junge Mädchen für Sex zu bezahlen. Gerade wegen des ansteigenden AIDS-Risikos sind sehr junge Prostituierte gefragt, denn bei ihnen erscheint die Ansteckungsgefahr geringer. Inzwischen findet man nicht nur in Pattaya, sondern auch in Bangkok, Chiang Mai oder Phuket ganze Straßenzüge, in denen sich Prostituierten-Theken und Gogo-Bars aneinanderreihen. Der Sextourismus breitet sich zudem immer weiter aus. Opfer des Sextourismus werden gerade diejenigen, die zu arm sind, um anders zu überleben, die außerdem keine Ausbildung haben und denen die berufliche Alternative fehlt. Aufgrund der mangelnden sozialen Absicherung sind viele machtlos gegen den Sextourismus, welcher die traurige Kehrseite der Medaille “Thailandurlaub“ ausmacht.

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